15. Juni 2008
Vor ein paar Tagen kam ich in unserem Mehrfamilienhaus mit immerhin 19 Parteien unten an die Haustür, und da standen auf den Briefkästen eine ganze Reihe neuwertige Taschenbücher. So etwas war bis dato noch nie vorgekommen, deshalb nahm ich sie zwar in Augenschein, aber wagte nicht, eines davon mitzunehmen. Morgens am gleichen Tag hatten wir Papierabfuhr. Ich vermute, dass entweder der Hausmeister oder ein anderer Bewohner die Bücher aus einem Karton gefischt und dort hin gestellt hat. Beim nächsten Passieren der Haustür nahm ich mir dann beherzt eines der Bücher mit, nämlich Charlotte Links „Am Ende des Schweigens„. Mit der Zeit wurden es immer weniger TBs, weil die anderen Leute auch endlich kapiert hatten, dass die da zu Mitnehmen rumstanden. Zu guter letzt griff ich mir auch noch „Der Kindersammler“ von Sabine Thiesler.
Das Hörbuch „Götterdämmerung“ empfand ich als überdurchschnittlich gut. Die Spannung wird ganz allmählich aufgebaut, und das ganze endet in einem schrecklichen Horror-Szenario, auf das am Anfang so nichts hingedeutet hatte.
Das Buch „senk ju for träwelling“ ist glücklich überstanden. Da die Autoren meinten, in jeden, aber auch jeden Satz eine lustige Pointe packen zu müssen, wurde mir bei der Lektüre vor lauter Witzigkeit schon fast schlecht. Zwischendurch musste ich immer wieder zu was anderem greifen. Hier wurde eindeutig des guten zu viel getan.
Ein wahre Perle hingegen ist das Buch „Die Themse“. Von der ersten bis zur letzten Zeile habe ich es mit großem Vergnügen und viel Gewinn gelesen, denn persönliche Schilderungen eines Englandreisenden mag ich so am liebsten. Auch das Buch „London ohne Nebel“ kann man ganz gut lesen. Es hat einige Jährchen auf dem Buckel, und ist von daher alles andere als aktuell. Außerdem ist es in der ehemaligen DDR erschienen, was man an vielen „sozialistischen“ Ausdrucksweisen immer mal wieder bemerkt.
7. Juni 2008
Nachdem das Hörbuch „Voll Idiot“ fertig gehört war, stand mal wieder ein Besuch der Stadtbücherei an. Dieser Jaud hat mir übrigens längst nicht so gut gefallen wie der später entstandene Roman „Resturlaub“, obwohl das Hörbuch durchaus lustig war. Das jetzt entliehene Audiobook ist Tanja Kinkels“Götterdämmerung„, eine Empfehlung aus „Bücher“.
Zwei Bücher mussten ebenfalls mit: „England und die Detektive“ von Luise Berg-Ehlers, Jutta Schreiber und Horst und Tina Herzig, sowie „senk ju for träwelling“ von Mark Spörrle und Lutz Schumacher. Das erstgenannte Buch ist ein großformatiges, mit vielen Fotos versehenes Werk, das die bekanntesten Detektive und Kriminalbeamten der englischen Literatur mit den entsprechenden Landschaften und Städten in Beziehung setzt, also genau das richtige für mich. Ich bekam auch prompt Lust, als nächstes einige dieser Krimis zu lesen. Das zweite Buch ist urkomisch und daher ausgesprochen zum Schmunzeln, besonders für alle diejenigen, die öfters mit der Bahn fahren müssen.
Auf unserem wöchentlichen Trödelmarkt an der Trabrennbahn ergatterte ich dann für ganze 1,50 Euro zwei Bücher, hinter denen ich schon lange bei ebay her war, „Die Themse“ von Leo G. Linder und „London ohne Nebel“ von Manfred Rudolph. Wann ich die lesen werde, steht allerdings noch in den Sternen.
4. Juni 2008
Das Ziel unseres diesjährigen Lehrerausflugs war die schöne Stadt Aachen. Die Kollegen sollten bis 18 Uhr am Casino sein zwecks Einnahme eines Abendessens und anschließender Einführung in das Glücksspiel. Wer wollte konnte sich aber auch schon früher in Aachen einfinden, und so nutzte ich den Nachmittag, um in der riesigen Mayerschen Buchhandlung zu stöbern. Natürlich fand ich etwas, nämlich das fast nur aus Bildern bestehende „Weekend Homes“ und „It’s London Book Time, Sir“ von Anna Quindlen. Das erstgenannte Buch brauchte man nur durchzublättern und sich an den vielen Fotos zu erfreuen, war also schnell abgehakt. Das zweite Büchlein war einfach ein Muss für jemanden so anglo- und bibliophil wie mich. Die Autorin, eine Amerikanerin, streift durch ihre Lieblingsstadt London und lässt den Leser an ihren zahlreichen literarischen Assoziationen teilhaben. Beim Lesen habe ich wieder gemerkt, was ich alles an englischer Literatur noch nicht kenne.
Die beiden Cambridge Bücher habe ich mit großem Gewinn gelesen. Ich werde beide auf der Reise mitnehmen, denn sie ergänzen sich prima; jedes hat eine ganze Reihe gute Tipps auf Lager. Auch das Hörbuch „Voll Idiot“ macht Spaß, es ist eben ein Jaud/Herbst Produkt.
Beim Roulette habe ich übrigens mal eben 48 Euro gewonnen, und jetzt übe ich Black Jack am PC.
29. Mai 2008
Also, was heute so ab 11 Uhr vormittags hier in Mönchengladbach los war, war schon sehr beeindruckend. Mitten am hellen Tag verdüsterte sich der Himmel dermaßen, dass es am Ende wirklich total dunkel war, und dann kamen Regen, Hagel und Sturmböen in Massen. Die Kinder in meiner Schule reagierten teils schon hysterisch, so etwas hatten sie – übrigens genau wie ich – noch nie gesehen. Mir selbst war ebenfalls beklommen zumute; die Szenerie erinnerte mich etwas an den Film „Indpendence Day“, in dem sich der Himmel verdunkelte, als die riesigen Raumschiffe ankamen. Unser Schulleiter hat dann das einzig vernünftige getan und erlaubte allen, nachdem das Unwetter nachgelassen hatte, nach Hause zu gehen. Unsere Turnhalle und der Keller waren überschwemmt, auch stand der Schulhof teilweise unter Wasser.
Ein paar Stunden später suchte ich mal wieder die Stadtbibliothek auf. Ich hatte Glück: Tommy Jauds „Voll Idiot“ als Hörbuch konnte ausgeliehen werden. An Büchern gab es heute nichts, denn erst will ich die beiden Cambridge Bücher auslesen.
28. Mai 2008
In den Sommerferien werde ich eine Woche in der englischen Universitätsstadt verbringen. Die Vorfreude ist groß, und der passende Lesestoff ist schon eingetroffen. „Cambridge“ von Peter Sager und „Cambridge itself“ von Ursula Heydorn. Beides sind Taschenbücher. Das Buch von Sager musste ich natürlich sofort anfangen. Es ist wie alles von diesem Autor sehr flüssig und leicht lesbar geschrieben und ist eine wahre Fundgrube.
Soeben habe ich das Hörbuch „Der Richter“ von Grisham beendet. Es bekommt leider keine Empfehlung von mir, höchstens vielleicht noch für gepflegte Langeweile. Von Spannung kann überhaupt keine Rede sein. Schade!
23. Mai 2008
Seit dem letzten Eintrag gab es zwei Bücher sozusagen als geistige „Snacks“ für zwischendurch: „Sauber! Putzen mit Pep“ von Estrid Bengtsdotter und Lotta Kühlhorn, sowie “ Ein Jahr in London“ von Anna Regeniter. Ersteres gab es als Sonderangebot bei der Mayerschen und das zweite Buch entdeckte ich in der Stadtbücherei. Da London meine Lieblingsstadt ist, muss ich solche Erfahrungsberichte einfach lesen, und ich habe es nicht bereut. Das Büchlein ist flott und witzig geschrieben und für London-Freaks genau das Richtige.
Leider waren sämtliche Jaud/C.M. Herbst-CDs ausgeliehen, und so nahm ich dann notgedrungen mal wieder einen Grisham mit: „Der Richter“ gelesen von Charles Brauer. Von diesem Gespann habe ich schon mehrere Hörbücher angehört, und man kann damit nicht viel falsch machen. Die angenehm unaufgeregte Stimme gefällt mir immer wieder gut.
19. Mai 2008
Es mag ja an Tommy Jauds Vorlage liegen, aber das Hörbuch „Resturlaub“ ist das genialste, was ich seit langem gehört habe. Christoph Maria Herbst macht aus einem guten Roman ein riesiges Hörerlebnis! Die schwäbelnde Maria hellt auch noch das trübsinnigste Gemüt auf. Ich hoffe, ich finde noch mehr CDs mit ihm. Fünf Sterne!
Küngs Buch „Der Anfang aller Dinge“ gefällt mir auch sehr gut. Der Mann schreibt einfach klar und verständlich.
14. Mai 2008
Heute wäre meine Mutter 86 Jahre alt geworden. Sie starb im November 2005. Wie oft haben wir früher Mutter- und Geburtstag zusammen gefeiert. Nun bleibt uns nur noch, sie auf dem Friedhof zu besuchen, schöner Zeiten zu gedenken und auf ein Wiedersehen in der Ewigkeit zu hoffen.
Vorhin habe ich den gläubigen Kardinal ausgelesen. Ich gebe fünf Sterne für die beiden Bücher von Ulrich Harbecke! Ich habe selten so viel Freude und Gewinn beim Lesen gehabt.
Die Mitternachtsfalken wurden durch Tommy Jauds „Resturlaub“ ersetzt. Dieser Christop Maria Herbst ist wahrlich ein begnadeter Vorleser. Klasse gemacht und wirklich witzig!
12. Mai 2008
Wann gab es schon mal so viel Sonne an Pfingsten bzw. Muttertag? Eitel Sonnenschein speziell bei uns in Mönchengladbach, weil Borussia wieder in der ersten Liga mitspielt. Der Düsseldorfer Trödelmarkt an der Ulmenstraße war mal wieder ein voller Erfolg. Ganze sechseinhalb Stunden habe ich mich dort herumgetrieben. Auch der Markt auf dem Messeparkplatz an Pfingstmontag war gut besucht, obwohl ich viel zu früh da war, nämlich schon um sechs Uhr dreißig.
Der Nachfolgeband vom gottlosen Pfarrer, „Der gläubige Kardinal“ gefällt mir noch besser als sein Vorgänger. Liebe- und humorvoll wird hier beschrieben, wie ein Kardinal ausgerechnet an Pfingsten im Gottesdienst sein Gotteserlebnis erfährt. Er wird vom kalten Funktionär und Amtsträger zum warmherzigen Menschen. Köstlich sind an diesem Buch besonders die kaum verhohlenen Anspielungen an einen gewissen Kardinal der Erzdiözese Köln.
„Mitternachtsfalken“, das Hörbuch von Ken Follett, habe ich heute fertig gehört. Ich finde, dass es sich gegen Ende spannungsmäßig gewaltig steigert nach dem eher verhaltenen Anfang.