Mal sehen, ob ich noch alles auf die Reihe kriege. Fangen wir mit den Hörbüchern an: „Das Echo der Erinnerung“ von Richard Powers hat mich nur genervt. Fürs Auto m.E. überhaupt nicht geeignet, auch wenn die Sprache zweifellos schön war. Dem Autor sind viele gute Sätze gelungen, aber passiert ist so gut wie nichts.
„Das Wetter ist schön, das Leben auch“ von Anna Gavalda war zwar wesentlich kurzweiliger, aber hat ebenfalls keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.
„Pisa und die Volgen„, gelesen von Robert Gernhardt und Pit Knorr ist ein Live-Mitschnitt einer Lesung. Es hat wohl den Anspruch, lustig und geistreich zu sein, aber viele Pointen zünden irgendwie nicht. Es scheint, ich habe in letzter Zeit kein Glück bei den Hörbüchern.
Wie schon im letzten Eintrag angedeutet, ist das Buch „Erinnerungen eines Davongekommenen“ von Ralph Giordano ein wahrer Volltreffer. Es wird keine Sekunde langweilig, und hat mich sehr erschüttert. Ich werde bestimmt noch mehr Bücher dieses Autors lesen, beispielsweise „Die Bertinis“. Fünf Sterne für Giordano!
Auf einem Trödelmarkt in Düsseldorf fand ich das Buch „Der Mann, der die Wörter liebte“ von Simon Winchester. Zuerst stach mir nur das Cover ins Auge: ein Rondell mit vielen alten Büchern in dunklen Farben. Der Inhalt interessierte mich jedoch auch. Es handelt von der Entstehung des Oxford English Dictionary. Ich habe schon angefangen zu lesen, und es ist wirklich sehr interessant geschrieben.
Am letzten Samstag hätte ich mich von Rechts wegen dreiteilen müssen: zunächst stand der Festakt anlässlich des 175Jährigen meines alten Gymnasiums im Terminkalender. Der wurde dann zwangsläufig fallen gelassen, weil meine eigene Schule just an diesem Tag einen Trödelmarkt samt Schulfest veranstaltete, bei dem alle erscheinen mussten. Auf dies Weise holen wir nämlich den nächsten Karnevalsfreitag raus. Stattdessen musste ich jedoch zu einer Beerdigung nach Stolberg: Mein Onkel Heribert, katholischer Priester im Ruhestand, war gestorben. Viele Geistliche am Altar, viele Mitfeiernde in der Kirche, große Kaffeetafel anschließend. Er ist nicht allein gestorben, seine treue Haushälterin hat ihm die Hand gehalten. Nun sind die fünf Lehrerskinder aus Rath bei Nörvenich wieder vereint; er war der Letzte und Jüngste.
Mit meinem Kater Möhrli war ich mittlerweile zweimal bei einer neuen Tierärztin. Er bekam Blut abgenommen und zwei Infusionen und mehrere Spritzen und schluckt noch jetzt Antibiotika, aber sein Appetit ist wieder vollständig hergestellt.