12. Juli 2008...3:25

Wieder zu Hause

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Nach 5 Tagen auf Walcheren und 7 Tagen in Cambridge, beladen mit vielen guten Erinnerungen und einigen weniger guten (Rückenschmerzen!), wird es höchste Zeit, das Lese-Buch fortzusetzen, bevor ich den Überblick verliere.

Das Buch „Britannica und ich“ von A. J. Jacobs war ein wahrer Volltreffer. War mir zunächst nicht ganz klar, ob der Inhalt fiktional oder real war, kann ich nun berichten, dass dieser junge Amerikaner tatsächlich die ganze vielbändige Encyclopaedia Britannica durchgelesen hat und in diesem Buch über seine Fortschritte sowie ausgesuchte Stichworte auf eine sehr humorvolle Weise erzählt. So wurde das Lesen keine Sekunde langweilig,und man hatte sogar noch ständig das Gefühl, was Neues zu lernen. Fünf Sterne!

Ausgelesen ist endlich auch „Am Ende des Schweigens“ von Charlotte Link. War der Plot noch leidlich spannend, hat mir die Art und Weise, wie die Autorin die Charakterisierung der einzelnen Personen rübergebracht hat, überhaupt nicht gefallen. Bei ihr reden bzw. schreiben 15jährige Mädchen und ältliche Farmersfrauen aus Yorkshire z.B. genauso elaboriert wie studierte Ärzte. Nein, das war nicht gut.

Im Häuschen meiner Schwester in Holland standen etliche Bücher im Regal, von denen ich mir natürlich einige näher anschaute. Zunächst fiel mir von Alan und Barbara Pease „Der tote Fisch in der Hand“ auf. Es geht hier um die genaue Beobachtung der Körpersprache im Alltag, und was diese einzelnen Haltungen und Bewegungen zu bedeuten haben. Also, mich hat das sehr fasziniert. Leider musste ich das Buch zurücklassen; gerne hätte ich das eine oder andere nochmal nachgelesen, da es doch mit einer Überfülle von Informationen aufwartet.

Weiter habe ich angefangen zu lesen „Der Ehrliche ist der Dumme“ von Ulrich Wickert. Ich bin zwar erst auf Seite 53, aber bis jetzt kann ich dem Autor nur beipflichten: die Werte gehen den Bach runter.

Bei der unvermeidlichen Mayerschen erstand ich kurz vor meinem Urlaub das Buch „1000 Tage, die die Welt bewegten„, Untertitel: Legendäre Taten, spannende Geschichten und verschollene Momente. Ich habe noch nichts davon gelesen, aber die über 800 Seiten versprechen mal wieder eine Menge Informationen für gerade mal 5 Euro.

Bei meinem Ausflug nach Bury St. Edmunds erstand ich bei einem Discounter „London – History and Mystery„. Hier werden 24 Spaziergänge in London beschrieben und mit Anekdoten und Geschichten garniert, die zu den jeweiligen Lokalitäten passen. Genau die richtige Ergänzung für meine anderen Bücher zum Thema.

Zur Zeit lese ich das Bruder Cadfael Buch „Ein ganz besonderer Fall“. Es gefällt mir besser als viele andere Romane der letzten Zeit.

Ach ja, beinahe hätte ich vergessen zu erwähnen, dass ich in Holland ein lange aus meinem Gedächtnis verschollenes Buch gefunden habe, nämlich „Einmaleins des guten Tons„. Als Kind in den 50er Jahren aufgewachsen, ist dieses Buch mit seinen Zeichnungen und Bildern eine der frühesten Erinnerungen, die ich an Lektüre in unserem Haushalt habe. Aus diesen nostalgischen Gründen habe ich es mitgenommen; es steht jetzt bei mir im Bücherregal.

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